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Expert Talk N°2 : Anne-Charlotte, sage-femme

Expert Talk N°2 : Anne-Charlotte, Hebamme

Kannst du dich vorstellen? Deinen Vornamen und deinem Beruf?

Ich bin Anne-Charlotte. Ich habe 15 Jahre lang als Hebamme im Krankenhaus gearbeitet und drei Jahre lang im Management im Gesundheitswesen.

Derzeit schreibe und produziere ich einen Podcast, der sich mit der Zeit nach der Geburt befasst und den Namen Le Cercle Postpartum (Postpartum-Kreis) trägt. Ich engagiere mich in Vereinen, die sich ebenfalls mit der postnatalen Phase und der Begleitung von Eltern und Familien in dieser Zeit beschäftigen. Ich bin außerdem Mutter von drei Kindern.

Wie sieht  deine Vision als Fachkraft von der frühen Kindheit aus. Wie gehst du in deiner Arbeit mit ihr um?

Die frühe Kindheit ist für mich ein entscheidender Lebensabschnitt, der Begleitung und Unterstützung erfordert. In dieser Zeit spielt sich viel ab, vor allem natürlich im Bereich der Gesundheit, mit den Produkten, die man verwendet, der Ernährung, die man für sein Kind auswählt, der Einführung des Schlafs und des Lebensrhythmus. Es ist aber auch die Zeit, in der die Grundlagen für spätere menschliche Beziehungen und Bindungen gelegt werde. Diese Grundlagen entwickeln sich bereits in den ersten Lebenstagen.

In meiner Arbeit spielt Prävention und Information der Familien eine sehr grosse Rolle. Ich setze mich für eine verstärkte Begleitung nach der Geburt ein, die für die Familien wirklich eine schwierige Zeit ist. Ich habe eine Ausbildung in Säuglingspflege absolviert, die mich wirklich sensibilisiert hat für die Bedürfnisse und Reaktionen von Kleinkindern. Die Art und Weise, wie man mit ihnen spricht, sie berührt und pflegt, spielt eine wichtige Rolle für die Beziehung, die man zu ihnen aufbaut, und für ihr Wohlbefinden.

Warum brauchen Babys besondere Pflegeprodukte?

Kleinstkinder sind keine Miniatur-Erwachsenen. Sie haben ihre eigenen Bedürfnisse und die Produkte, die man für sie verwendet, müssen auf diese Bedürfnisse abgestimmt sein. Ihre Haut ist sehr sensibel und sie reagieren empfindlicher auf Stoffe, mit denen sie in Kontakt kommen. Das Risiko, Allergien zu entwickeln, ist sehr präsent. In den ersten Lebensjahren kommen die Kleinsten immer früher und in immer größeren Mengen mit vielen umstrittenen Stoffen in Berührung, bei denen wir noch keine Erfahrungen über die langfristigen Auswirkungen haben.

Die mangelnde Transparenz der Zusammensetzungen und die fehlenden Informationen über bestimmte Inhaltsstoffe der verwendeten Produkte führen Eltern oft in die Irre.

Welche Pflegetipps gibst du jungen Eltern mit auf den Weg?

Ich rate, schon ab den ersten Lebensmonaten so wenig Produkte wie möglich zu verwenden. Für die Pflege der Kleinsten sind in der Realität nur wenige Produkte erforderlich. Zum Wickeln  reicht klares Wasser, ein einfaches und natürliches Waschprodukt für Körper und Haare und von Fall zu Fall ein Feuchtigkeitsprodukt oder ein Hautöl, das man einmassieren kann, sowie Kochsalzlösung für die Pflege von Augen und Nase. In  über 90 % der Fälle reicht das völlig aus.

Die Verwendung bestimmter Marken in Geburtskliniken, ist nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal. Eltern sollten wissen, dass es sich dabei oft um Werbepartnerschaften handelt. Lesen Sie die Etiketten, suchen Sie nach Produkten natürlichen Ursprungs mit möglichst wenigen Inhaltsstoffen und beachten Sie: Ein Bio-Siegel garantiert nicht, dass z. B. keine endokrinen Disruptoren vorhanden sind.

Wie kann die Pflege deiner Meinung nach zur Entfaltung von Babys und Kleinkindern beitragen?

Meiner Meinung nach sollte der Moment der Pflege eine Gelegenheit sein, einen Moment des Teilens und des Austauschs zu schaffen. In diesen alltäglichen Handlungen wird die Beziehung geknüpft und gestärkt.

Der Säugling nährt seine Bindun und sein Urvertrauen auch durch die Pflege, die man ihm gibt. Je mehr ein Säugling oder Kleinkind eine Bindung zu seinen Eltern aufbaut, desto sicherer fühlt es sich und desto selbstständiger wird es später.

In unserem heutigen schnelllebigen Leben kann es vorkommen, dass uns die Arbeit, der Haushalt und die familiären Verpflichtungen über den Kopf wachsen. Die Momente der täglichen Pflege können wir nutzen, um uns wirklich Zeit für unser Kind zu nehmen. Davon profitieren die Eltern dann genauso wie die Kinder.

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Expert Talk N°1 : Laura, médecin généraliste

Expert Talk N°1 : Laura, Allgemeinmedizinerin

Mein Name ist Laura. Ich bin Allgemeinmedizinerin auch Mutter eines kleinen fünf Monate alten Jungen.

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